Charly und der Muttertag

„Mother“ via Pixabay

Charly liebt Feste und hasst sie. Sie überfordern es. Alle sind aufgeregt. Charly auch. Alle ziehen sich schick an. Charly auch. Aber schick, das ist nicht bequem, das drückt oder ist kalt. Charly fühlt sich in seinen Alltagsklamotten viel wohler. Da fängt es schon an. Ok, Charly bekommt viele Komplimente, wie toll es aussieht. Leider bekommt es diese Komplimente genau für die Kleidung, die es nicht mag.

Charly hat ein Geschenk besorgt. Ok, eigentlich hat Papa das Geschenk besorgt. Und Papa hat nicht immer ein glückliches Händchen dabei…Charly freut sich so, das Geschenk Mama zu übergeben. Aber Mama schläft noch. Oder Mama braucht noch Ruhe. Wann kann Charly das Geschenk endlich los werden? Mama soll sich doch endlich darüber freuen.

Da, endlich, Charly darf zu Mama, das Geschenk in den Händen ist schon ganz zerdrückt, so sehr hält Charly es fest. Schließlich ist das Geschenk so wichtig.

Oh, Mama sieht recht verknautscht aus. Ok, Charly strahl sie an, da muss sie doch Lächeln. Charly gibt ihr das Geschenk. Mama packt aus und rät: „Ist das ein Buch?“, obwohl das Geschenk ganz weich ist. Sie will die Spannung erhöhen. Charly antwortet stolz: „Nein, ein Haarband!“ Ups, jetzt ist die Überraschung weg. Aber Charly hat es doch gewusst. Alle lachen. Sie kennen Charly schon.

Mama ist nicht ganz so begeistert, sie mag Haarbänder nicht sehr und hat vier im Schrank liegen. Aber über die Geste freut sie sich sehr und Charly bekommt einen dicken Kuss.

Uff, nochmal gut gegangen. Bei zu viel Stress tickt Charly auch schon mal aus. Oder bei einer Enttäuschung. Dafür ist es irgendwie nicht geschaffen.

Nun kommt das große Familienfrühstück. Die großen Geschwister haben Tischgedeckt, Papa Brötchen mitgebracht. Eine festliche Stimmung.

Charly fühlt sich unwohl. Wie schnell kann etwas schief gehen. Und Mama hat Muttertag. Das weiß Charly. Da soll alles toll sein für Mama. Irgendwie geht es und das Frühstück ist geschafft.

Es ist 10:30 Uhr morgens und Mama verkündet: „So der Muttertag ist vorbei!“ Hach, wie freut Charly sich da, vorbei? Ist er wirklich vorbei? Alle schauen Mama verdutzt an. Und sie bekräftigt: „Ja, ich habe alle Geschenke und das Frühstück, dass ich mir gewünscht hatte in unserem Kreis. Danke, dass ihr alle gekommen seid. Und jetzt ist Schluss!“

Sehr stolz, glücklich und erleichtert, dass es zu Ende ist, zieht Charly sich als erstes um. Es ist vorbei. Auch wenn Charly das alte Sprichwort wohl nicht kennt, würde es es sicher unterschreiben, wenn es schreiben könnte: „Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen!“

Nur Papa kann es nicht lassen und spricht auch Stunden später noch davon, dass ja schließlich Mutte…Halt, nein, STILL!!! VORBEI!

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2 Gedanken zu „Charly und der Muttertag

  1. Nichts ist schöner, als ein vor Herzen kommendes Geschenk. Dabei ist es egal, ob es ein gemaltes Bildchen mit Herzchen drauf ist oder ein Blümchen oder ein: „Mama ich hab dich lieb“.
    Und wenn das materielle Geschenk nicht so wirklich passt – so what?
    Das passiert nicht nur Charly’s oder Ehemännern, sondern ist fast alltäglich. Wir Mamas sehen darüber hinweg und freuen uns einfach.

  2. Hallo Tigerface6,
    vielen Dank für deinen schönen Kommentar. Leider komme ich erst heute dazu, dir zu antworten, unser Charly hatte wieder mal so seine Probleme. Mir gelingt es nicht immer so, wie du schreibst. Manchmal bin ich auch bedürftig und würde mir so sehr ein passendes Geschenk wünschen.
    Danke, dass du meinen Blickwinkel nochmal auf die guten Seiten gelenkt hast. ich scheibe jetzt auch mal weiter, damit der Blogeintrag endlich vollständig wird…

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