Meine Italienreise 11

Abschied von Italien

Ich bin früh aufgestanden, gepackt hatten wir schon fast alles. Noch schnell leckere gefüllte Croissants im Laden nebenan geholt und dann mit großem Rucksack, schwerem Koffer, kleinen Rucksack und großer Umhängetasche auf zum Bahnhof.

Zum Glück kennen wir uns jetzt aus. Der Bus fährt direkt vor uns um die Kurve. Da die Haltstelle in der prallen Sonne liegt, habe ich überhaupt keine Lust, auf den nächsten zu warten und sprinte los. Der Bus hat seine Türen schon geschlossen als ich ankomme. Nach italienischer Art hämmere ich gegen die Scheiben und rufe laut. Die Tür geht erwartungsgemäß wieder auf und wir genießen die gute Klimaanlage.

In der Nähe unseres Abfahrtbahnhofs steht der Palast des Andrea Doria. Wir wollen im Garten ausruhen, denn unser Zug geht erst am Nachmittag. Der Garten kostet Eintritt und ist leider nicht schattig, aber unter die Galerie dürfen wir umsonst und beobachten zwei Eidechsen, die einfach nicht zusammen kommen und kommentieren ihre Versuche wie Sportreporter*innen. Wahrscheinlich haben die schlauen Tiere sich absichtlich gemieden. 😉

Der Garten ist toll angelegt und eine Balustrade auf der ersten Etage ermöglicht einen freien Blick auf die dreckige Stadtautobahn und riesige Pötte im Hafen. Beides gab es zu Andrea Dorias Zeiten noch nicht, so dass er wie ein Kapitän auf der Brücke den Hafen und das Meer überblicken konnte.

Ich möchte mich noch etwas bewegen und schlendere durch die Straßen. Leider tun mir die Füße weh. Also setze ich mich in einem Durchgang im Schatten auf eine Treppe und ruhe mich aus. Der Blick auf den kleinen Platz ist sehr schön und ein kleiner Laden lockt mich mit seinem Schild.

Genua, MB-K

Es ist das Geschäft einer Frau, die ihre Handarbeiten verkauft. Sie stickt Frida Kahlo und Wellen auf T-Shirts und hat sich ein spannendes Haarband ausgedacht. Ich bewundere ihre Arbeit und wir kommen ins Gespräch über Spinnen, Wolle, Stricken, Weben und die unterschiedlichen Talente, die jede hat. Zum Abschied ist ihr sehr wichtig, dass sie Turinerin ist. Die Genues*innen seien eher kühl, wie Eis.

Jetzt verstehe ich auch, warum unser Vermieter so ein Stoffel war.

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